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Dimidum est factum coepisse
(Die Hälfte der Tat ist es, den Anfang gemacht zu haben.)
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letzte Aktualisierung: 11.03.2026 / 26-V6
Geschichte des Gedenksteins von Carl Rudolph Bromme in Leipzig, Breite Straße
Der „Vorgänger“ dieses Gedenksteines war eine Gedenktafel am Geburtshaus von CRB in Anger (damals ein Vorort Leipzigs), gestiftet von Kommerzienrat Wagner, einem Neffen, aus privaten Mitteln. Am 12. September 1897 wurde sie mit der Aufschrift „In diesem Hause wurde am 10. September 1804 der erste deutsche Admiral, Carl Rudolph Brommy, geboren“. Brommy’s Geburtshaus mit der Gedenktafel wurde 1929 abgerissen.
Am 22. September 1939 wurde in der Nähe des Geburtshauses, an der Breite Straße, ein Gedenkstein von den Nationalsozialisten aufgestellt. Auf ihm ist zu lesen: „In dem Hause, Breite Straße 15, wurde am 10. September 1804 Rudolph Bromme geboren, Admiral der ersten deutschen Flotte“. Dieser Gedenkstein aus Porphyr, (Sammelbegriff für vulkanische Gesteine) wurde vom leipziger Bildhauer Hans Zeissig geschaffen und zeigt über der o.a. Inschrift Brommy’s Flaggschiff „Barbarossa“ mit geblähten Segeln und qualmendem Schornstein.
Finanziert wurde der Gedenkstein durch Spenden und den Einnahmen durch einen Marineball zu Ehren der Besatzung des Kreuzers „Leipzig“, die ein paar Tage in Leipzig verweilten. Initiator dieser Spendenaktion waren die Mitglieder des nationalsozialistischen Deutschen Marinebundes
Das Dorf Anger wurde 1889 als Stadtteil in die Großstadt Leipzig eingemeindet.
Die Existenz des Gedenksteins geriet erstmal in Vergessenheit, bis 1950, als ein Bezirksvorsteher bzw. Verwaltungsleiter des 30. Verwaltungsbezirks, zu dem die Breite Straße gehört, die Frage stellte warum dieser Stein nicht entfernt wird. Die Stadt Leipzig erklärte dann, das ihr die Mittel fehlten und andere Maßnahmen den Vorrang haben. Zum Glück für den Stein kam noch der Umstand hinzu, das der Gedenkstein ohne Erlaubnis der sowjetischen Besatzung nicht entfernt werden dürfe.
Nun geriet der Gedenkstein vollends dem Vergessen anheim. Die Natur holte sich das Gelände zurück und die viel befahrene Breite Straße mit den Abgasen und dem sauren Regen setzten dem Porphyquader immer mehr zu. Das Relief und die Inschrift wurden fast zur Unkenntlichkeit zerstört.
Im Rahmen der von der Stadt Leipzig initiierten Aktion „gepflegte Denkmale“ wurde im Juli 1989 der Gedenkstein restauriert. Nach der Wende, aber erst 1994, gab es in Leipzig die Marinekameradschaft „Admiral Brommy“, die für einen gepflegten Zustand des Gedenksteines sorgte und auch das Umfeld pflegte.
Frage an alle Besucher: was wurde aus der leipziger Marinekameradschaft „Admiral Brommy“? Hat jemand Info‘s ? (Nachricht an: info@bromme-gesellschaft.de) Nicht zu verwechseln mit unserer Carl Rudolph Bromme Gesellschaft Leipzig e.V.
Und dann gibt es noch die Marinekameradschaft „Admiral Brommy“ von 1898 in Brake
Carl Rudolph Bromme: Eine Fallstudie über visionäre Führung in Zeiten der Polykrise
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Stellen Sie sich vor, Sie werden zum CEO eines Tech-Giganten ernannt. Das Problem: Es gibt kein Büro, keine Mitarbeiter, keine Server und das Budget muss erst noch von 38 verschiedenen Teilhabern diskutiert werden, die untereinander nicht einig sind. Genau vor dieser Aufgabe stand Carl Rudolph Bromme (bekannt als Brommy) im Jahr 1848. Er sollte die erste gesamtdeutsche Flotte aufbauen. Warum ist das heute relevant? Weil Brommy der Inbegriff des „Resilient Founders“ war. In einer Zeit der totalen Volatilität schuf er Strukturen, die bis heute als Vorbild für Krisenmanagement dienen. 1. Carl Rudolph Bromme: Eine aussergewöhnliche Biographie Carl Rudolph Bromme (1804-1860) war kein Mann, der in ein vorgefertigtes Raster passte. Geboren 1804 in Sachsen, zog es ihn früh in die Ferne, weg von der Enge des Festlands, hinein in die Weite der Weltmeere. Während dieser Jahre anglisierte er seinen Namen zu «Brommy». Sein Werdegang liest sich wie ein Abenteurer-Epos: Er diente auf US-amerikanischen Segelschiffen und kämpfte im griechischen Unabhängigkeitskrieg, wo er lernte, wie man aus dem Nichts Schlagkraft erzeugt. Diese internationale Erfahrung und sein bedeutendes marinetheoretisches Werk «Die Marine» machten ihn 1848 zum perfekten Kandidaten für eine damals fast absurde Mission: Deutschland, ein Flickenteppich aus Fürstentümern ohne nennenswerte Seemacht, sollte eine nationale Flotte erhalten. Bromme wurde zum ersten Admiral der Reichsflotte ernannt und stand vor einem logistischen Albtraum. Ohne Schiffe, ohne ausgebildete Mannschaften und geplagt von bürokratischem Chaos in Frankfurt, bewies er einen fast modernen Gründergeist. Er kaufte zivile Schiffe und rüstete sie um, er drillte Männer unterschiedlichster Herkunft zu einer Einheit und führte sie 1849 im Gefecht bei Helgoland an, dem einzigen Seegefecht unter der schwarz-rot-goldenen Flagge dieser Ära.